Anleitung zur Specksteinbearbeitung

Anleitung zur Specksteinbearbeitung
 
Beim erstmaligen Kauf eines Specksteins sollte man sich beraten lassen. Es gibt sehr verschiedene Qualitäten und Härtegrade. Die Auswahl des richtigen Steins ist von grosser Bedeutung für Ihr Werk.
 
Für die Bearbeitung von Speckstein sind fast alle Werkzeuge nützlich, die man auch für die Holzbearbeitung braucht.
 
Nachdem man für die geplante Arbeit den ansprechenden Stein gewählt hat, bereitet man sich eine geeignete Arbeitsfläche vor. Will man, dass sich der Stein während der Bearbeitung nicht bewegt, kann man ihn auf einem Brett, mittels ein paar Kanthölzern, die man anschraubt, einklemmen. Man kann auch einen dicken Stoffsack nähen und diesen mit Sand füllen und zunähen. Auch dieses Sandkissen gibt dem Stein den nötigen Halt.
 
Nun wird mit Bleistift oder Kreide zunächst die geplante Form auf dem Rohstein eingezeichnet. Müssen grössere Stücke entfernt werden, nimmt man dazu eine Holzsäge.
 
Jetzt wird der Stein mittels Raspeln in die gewünschte Form gebracht. Wer sehr feine Details ausarbeiten will, kauft sich am besten die geeigneten Bildhauerraspeln im Fachhandel.
 
Nachdem die gewünschte Form erreicht ist, wird der Stein in ein Wasserbecken gestellt und geschliffen. Wir benötigen vorerst ein grobes Nassschleifpapier, 100 bei eher harten Steinen, 180 bei eher weichen. Mit diesem groben Nassschleifpapier schleifen wir so lange, bis alle Spuren der Werkzeuge beseitigt sind. Danach gehen wir zu einem Schleifpapier mit einer feineren Körnung über. Mit jedem Schliff einer feineren Körnung bekommt der Stein mehr Glanz und mehr Tiefe und die Strukturen des Specksteins treten kräftiger hervor. Man sollte mindestens mit 3 bis 4 Körnungen schleifen.
 
Ist der Stein fertig geschliffen, wird er mit Wasser abgespült und getrocknet. Danach können wir ihn mit einer Steinpolitur oder mit Bienenwachsbalsam (bio pin) einpinseln. Weisse und helle Steine höchstens mit wenig Marpol oder Vaseline einstreichen, da diese sonst braun werden. Ist der Balsam oder die Politur trocken, können wir mit einem Haushaltpapier oder einem feinen Lappen die Politur noch verdichten, bis der Stein einen matten Glanz aufweist. Bei der Verwendung von Bienenwachsbalsam sollte der Lappen ausgelegt und nicht geknüllt werden, da das Produkt wenig Leinöl enthält.
 
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